Warum der Handel zweimal im Jahr nachgibt
Möbel binden Fläche. Ein Ausstellungsstück belegt im Laden mehrere Quadratmeter, und diese Fläche kostet unabhängig davon, ob das Stück verkauft wird. Wer neue Sortimente aufbauen will, muss die alten wegbekommen.
Die großen Sortimentswechsel folgen den Messen im Januar und im Frühjahr. Was danach noch steht, gehört zum vorigen Programm, und der Handel hat ein Interesse daran, es loszuwerden.
Dazu kommt die Nachfrage: Nach Weihnachten sitzt das Geld lockerer bei niemandem, und im Hochsommer sind die Leute im Urlaub statt im Möbelhaus. Beides sind ruhige Wochen, und ruhige Wochen sind Verhandlungswochen.
Was sich verhandeln lässt, und was nicht
Beim Preis selbst ist die Spanne oft kleiner als erhofft. Beweglicher sind die Nebenpunkte: Lieferung, Aufbau, Entsorgung des alten Möbels, Anfahrt in den vierten Stock. Diese Posten stehen selten im Angebot und summieren sich schnell.
Bei Polstermöbeln ist die Ausführung der zweite Hebel. Derselbe Rahmen kostet je nach Bezug erheblich unterschiedlich, und ein Stoff aus der laufenden Kollektion ist meist günstiger als einer, der eigens bestellt wird.
Nicht verhandelbar ist die Lieferzeit. Wer ein Möbelstück zu einem festen Termin braucht, verliert genau den Spielraum, um den es hier geht.
Posten, die neben dem Preis stehen
| Lieferung | oft nach Entfernung gestaffelt |
| Aufbau | je nach Stück ein erheblicher Betrag |
| Entsorgung des Altmöbels | nicht selbstverständlich enthalten |
| Lieferzeit bei Sonderbestellung | mehrere Monate möglich |
Der Haken an den ruhigen Wochen
Im Januar ist die Auswahl an Ausstellungsstücken groß, an neuen Sortimenten klein: Die aktuellen Programme sind erst unterwegs. Wer etwas Bestimmtes aus dem neuen Katalog will, wartet ohnehin auf die Lieferung.
Im Sommer ist es umgekehrt: Das Sortiment steht, aber die Lieferzeiten werden durch Werksferien länger. Beides ist kein Ausschlussgrund, sollte aber vor dem Kauf feststehen.
Wir beobachten in diesem Bereich 26 Angebote seit dem 30. August 2026. Für eine Aussage über die tatsächliche Preisbewegung ist die Reihe noch zu kurz.