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Beratung · Heizen

Pellets oder Scheitholz: was kostet weniger?

Tonne gegen Raummeter lässt sich nicht direkt vergleichen. Wir zeigen dir, wie du beides auf denselben Nenner bringst und wann der Markt ruhiger ist.

Fair vergleichen geht je Kilowattstunde

Eine Tonne Pellets und ein Raummeter Buche sind zwei ganz verschiedene Mengen. Vergleichbar werden sie über den Energiegehalt. Pellets liefern rund 4,8 Kilowattstunden je Kilogramm. Eine Tonne sind 1.000 Kilogramm, also rund 4.800 Kilowattstunden. Lufttrockene Buche liefert rund 4,0 Kilowattstunden je Kilogramm. Ein Raummeter davon wiegt rund 480 Kilogramm. Das ergibt rund 1.900 Kilowattstunden je Raummeter.

Rechne so: Teile den Preis je Tonne Pellets durch 4.800. Heraus kommt der Preis je Kilowattstunde in Euro. Mal 100 gerechnet bekommst du Cent. Beim Scheitholz teilst du den Preis je Raummeter Buche durch 1.900. Beide Zahlen müssen die Lieferung enthalten. Sonst vergleichst du einen Preis ab Hof mit einem Preis frei Haustür, und das verzerrt das Ergebnis.

Die Holzart macht viel aus. Fichte bringt je Raummeter nur rund 1.500 Kilowattstunden. Ein Preis je Raummeter sagt deshalb wenig, solange die Art fehlt. Auch die Anlage zählt mit. Ein alter Ofen holt aus derselben Menge weniger Wärme als ein moderner Kessel.

Energiegehalt zum Umrechnen

Holzpellets, 1 Kilogrammrund 4,8 kWh
Holzpellets, 1 Tonne (1.000 kg)rund 4.800 kWh
Buche lufttrocken, 1 Kilogrammrund 4,0 kWh
Buche lufttrocken, 1 Raummeter (rund 480 kg)rund 1.900 kWh
Fichte lufttrocken, 1 Raummeterrund 1.500 kWh

Was unsere Beobachtung hergibt und was nicht

Zum Thema Pellets und Scheitholz passen in unserer Beobachtung seit dem 30.08.2026 genau zwei Angebote. Aus zwei Angeboten lässt sich kein Preisniveau ableiten. Wir nennen deshalb keine Euro-Werte je Tonne oder je Raummeter.

Im Bereich Wärmen liegen uns seit demselben Datum 15 Angebote vor. Das sind überwiegend Geräte wie Kessel und Kamine. Über Brennstoffpreise sagen sie nichts. Diese Bereichszahl auf das Thema zu übertragen wäre eine erfundene Messung.

Du kannst selbst messen. Frag im Frühjahr zwei Händler nach einem Preis und dieselben zwei im Herbst noch einmal. Notiere Preis, Menge, Lieferkosten und Datum. Nach einer Saison hast du eine eigene Reihe, und die passt genau zu deiner Region.

Unsere Datenlage im Klartext

Angebote zum Thema seit 30.08.20262
Aussage zum Preisniveau möglichnein, zu wenige Angebote
Angebote im Bereich Wärmen15, überwiegend Geräte

Warum Frühjahr und Sommer der ruhigere Markt sind

Geheizt wird von Oktober bis März. Bestellt wird oft erst, wenn das Lager leer ist. Im Herbst treffen darum viele Bestellungen gleichzeitig ein. Tankwagen und Sackware sind knapper, Liefertermine rücken nach hinten. Im Frühjahr dreht sich das um: Produktion und Lager laufen weiter, die Nachfrage sinkt.

Beim Scheitholz kommt die Trocknung dazu. Frisch geschlagenes Holz enthält viel Wasser und heizt schlecht. Buche braucht rund zwei Jahre unter Dach, Nadelholz etwa ein Jahr. Wer frisches Holz kauft und selbst trocknet, zahlt weniger als für ofenfertige Ware. Dafür braucht er Platz, Geduld und einen luftigen Stapelplatz. Forstbetriebe und Waldbesitzer verkaufen den Winter-Einschlag häufig ab dem Frühjahr.

Planbar heißt vor allem: Du kannst warten. Wer im Januar mit leerem Lager dasteht, nimmt das, was gerade verfügbar ist. Ein Vorrat für anderthalb Heizperioden nimmt dir diesen Druck. Dann bestellst du, wenn es dir passt, und nicht, wenn der Kessel es erzwingt.

Was wann im Jahr passiert

März bis MaiWinter-Einschlag kommt in den Verkauf, Lager sind leer
Juni bis Augustschwächste Nachfrage, Liefertermine gut planbar
September bis Novemberviele Bestellungen gleichzeitig, längere Wartezeiten
Dezember bis FebruarNachbestellung unter Zeitdruck, wenig Auswahl

Was neben dem Brennstoffpreis noch zählt

Der Preis je Kilowattstunde ist nicht die ganze Rechnung. Eine Pelletanlage braucht Strom für Zündung, Steuerung und Förderschnecke. Dieser Posten spricht für den Scheitholzofen. Bei den anderen laufenden Kosten liegt es umgekehrt.

Handbeschickte Feuerstätten werden in der Regel häufiger gekehrt als Pelletanlagen. Wie oft genau, regelt die Kehrordnung, und dein Schornsteinfeger nennt dir die Zahl für deine Anlage. Auch Asche fällt bei Scheitholz mehr an, rund ein Prozent des Gewichts. Zertifizierte Pellets der Klasse A1 dürfen höchstens 0,7 Prozent Asche enthalten, oft ist es weniger.

Ein Posten steht in keiner Rechnung: deine Arbeit. Sägen, spalten, stapeln und nachlegen kostet viele Stunden je Heizperiode. Wer das gern macht, hat damit einen echten Vorteil. Wer die Arbeit einkauft, verliert den Vorsprung schnell wieder. Pellets brauchen dafür einen trockenen Lagerraum, den der Tankwagen erreichen kann.

Laufende Posten im Vergleich

Kehrungen je Heizperiodebei handbeschickten Öfen in der Regel häufiger
AschegehaltScheitholz rund 1 %, Pellets A1 höchstens 0,7 %
HilfsstromPelletanlage ja, Scheitholzofen nein
Eigene Arbeitszeitbeim Scheitholz deutlich höher

Und was kostet es gerade?

Dieser Ratgeber erklärt das Muster. Die aktuellen Preise dazu beobachten wir täglich und veröffentlichen den Verlauf.

Preisverlauf ansehen 15 Angebote in Beobachtung

Häufige Fragen

Lohnt es, frisches Holz zu kaufen und selbst zu trocknen?

Frisches Holz ist günstiger als ofenfertige Ware, kostet dich aber Platz und Zeit. Buche braucht rund zwei Jahre unter Dach, Nadelholz etwa ein Jahr. Zu feuchtes Holz darfst du nicht verfeuern, das regelt die Immissionsschutzverordnung. Miss mit einem Feuchtemessgerät nach, üblicher Zielwert sind unter 20 Prozent. Einzelheiten erklären dir dein Schornsteinfeger oder die Verbraucherzentrale.

Könnt ihr sagen, was eine Tonne Pellets aktuell kostet?

Nein. Zum Thema passen in unserer Beobachtung seit dem 30.08.2026 zwei Angebote, das reicht für kein Preisniveau. Die 15 Angebote im Bereich Wärmen sind überwiegend Geräte und sagen über Brennstoff nichts. Hol dir zwei bis drei Angebote aus deiner Region und rechne sie auf Kilowattstunden um.

Soll ich wegen des Brennstoffpreises von Scheitholz auf Pellets wechseln?

Rechne den Kessel mit ein, nicht nur den Brennstoff. Anlage, Lagerraum und Montage sind teuer, und der Unterschied je Kilowattstunde ist meist klein gegenüber dieser Summe. Ein Wechsel lohnt eher, wenn die alte Anlage ohnehin fällig ist oder dir die Arbeit mit Scheitholz zu viel wird.

Woher das Wissen stammt

Wir testen keine Produkte und vergeben keine Noten. Was wir behaupten, ist entweder allgemein belegbar oder stammt aus unserer eigenen Preiserhebung, und dann steht der Zeitraum dabei.

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